Trends 2026

Was Räume 2026 ausmacht.

Mein Blick auf die Trends des Jahres, und wie ich sie bei Ihnen umsetze.

Wenn morgens flaches Licht über eine frisch gezogene Kalkputzwand fällt und plötzlich jede Kellenspur sichtbar wird, dann weiß ich wieder, warum ich diesen Beruf mache. Und das Schöne ist: Genau diese Oberflächen mit Charakter sind gerade wieder richtig gefragt.

Trends sind für mich kein Muss. Mich interessiert eher, was in zehn Jahren noch gut aussieht. Trotzdem lohnt sich der Blick darauf, was Designer und Hersteller gerade bewegt, denn vieles davon ist schlicht gutes Handwerk.

Weg vom Hochglanz

Glatte, sterile Flächen verlieren an Reiz. Gefragt sind Struktur, sichtbare Holzmaserung und Oberflächen, an denen man die Hand des Handwerkers erkennt. So beschreibt es auch der Einrichter mokebo in seinem Ausblick auf 2026. Für mich heißt das: lieber Kalkputz und Spachteltechnik als Einheitsweiß, lieber echte Eiche als Folie.

Farbe mit Tiefe

In einer Umfrage von 1stDibs unter Interior-Designern wollen 33 % im kommenden Jahr Schokobraun einsetzen und 21 % Burgunder, bei Burgunder dreimal so viele wie in einer früheren Umfrage. Bordeaux begleitet meine Marke schon länger. Umso schöner, dass es gerade wieder gefragt ist, ob als Akzentwand, als Samtpolster oder als Vorhang.

Ruhe als Gegenpol

Gleichzeitig hat Pantone ein ruhiges Weiß namens „Cloud Dancer“ zur Farbe des Jahres 2026 gewählt, wie die TextilWirtschaft berichtet. Ich verstehe das als Einladung, Weiß nicht steril zu denken, sondern mit Textur: als Kalkputz in warmem Weiß, der mit dem Licht lebt.

Stoff zurück an die Wand

Gepolsterte und bespannte Wände, Tapeten bis an die Decke: Auch das taucht in der Designer-Umfrage auf. Und auf der Heimtextil 2026 in Frankfurt steht laut Messe Frankfurt die ganzheitliche Raumgestaltung im Mittelpunkt, also Wand, Boden, Sonnenschutz und Stoffe zusammen gedacht. Genau das ist der Kern meines Handwerks als Raumausstatter.

Mein Fazit: Nehmen Sie aus den Trends mit, was zu Ihnen passt, und lassen Sie den Rest liegen. Wenn Sie überlegen, einen Raum aufzufrischen, schauen wir uns das gemeinsam an, und zwar so, dass es auch noch gefällt, wenn der nächste Trend kommt.

Tim Alt, INDIVIDUAL. Interior Design

Materialaufnahme: Struktur statt Hochglanz

Struktur statt Hochglanz

Glatte, glänzende Flächen verlieren an Reiz. Gefragt sind Oberflächen mit Handschrift: Kalkputz, Spachteltechnik, sichtbare Holzmaserung. Sie wirken ruhig, altern schön und verändern sich mit dem Licht.

Quellen: mokebo, TextilWirtschaft

So setze ich das umKalkputz und Spachteltechnik in Weiß- und Sandtönen, passend zum ruhigen Weiß „Cloud Dancer“, das Pantone zur Farbe des Jahres 2026 gewählt hat.
Materialaufnahme: Burgunder & Schokobraun

Burgunder & Schokobraun

Warme, tiefe Töne kehren zurück. In einer Umfrage unter Interior-Designern wollen 33 % Schokobraun und 21 % Burgunder einsetzen, bei Burgunder dreimal so viele wie in einer früheren Umfrage.

Quelle: 1stDibs Designer-Umfrage

So setze ich das umEine Akzentwand in Bordeaux, Samtpolster für Bank oder Kopfteil, Vorhänge in tiefem Rot. Sparsam eingesetzt, mit großer Wirkung.
Materialaufnahme: Stoff an der Wand

Stoff an der Wand

Gepolsterte und bespannte Wände, Tapeten bis an die Decke und Räume in einem durchgehenden Farbton (Color Drenching) machen Räume weicher und leiser.

Quelle: 1stDibs Designer-Umfrage

So setze ich das umWandbespannung mit Leinen oder Samt, Akustik-Stoffpaneele im Schlafzimmer oder Büro, Tapete inklusive Decke und Sockelleiste im selben Ton.
Materialaufnahme: Echtes Holz, sichtbar verarbeitet

Echtes Holz, sichtbar verarbeitet

Holz mit lebendiger Maserung, Lamellenwände und geölte Oberflächen stehen für Wärme und Handwerk. Messing setzt dazu feine Akzente.

Quelle: mokebo

So setze ich das umGeölte Eichendielen fugengenau verlegt, Holzlamellen mit Messingleisten, passende Sockelleisten statt Kunststoffprofilen.
Materialaufnahme: Bleiben statt ersetzen

Bleiben statt ersetzen

Nachhaltiger Luxus heißt: weniger, aber besser. Langlebige Materialien und Möbel, die man neu bezieht statt wegwirft.

Quelle: mokebo

So setze ich das umLieblingssessel neu beziehen, beschädigte Leisten und Böden ausbessern, Türen aufarbeiten statt austauschen. Genau die kleinen Aufträge, die ich gern übernehme.
Quellen (abgerufen im Oktober 2026)
  1. 1stDibs: The 1stDibs Guide to 2026 Designer Trends
  2. mokebo: Interior Trends 2026
  3. TextilWirtschaft: Das ist die Farbe des Jahres 2026
  4. Messe Frankfurt: Heimtextil 2026 – ganzheitliche Innenraumgestaltung (PDF)

Zahlen und Aussagen stammen aus den genannten Quellen, die Texte auf dieser Seite sind eigene Formulierungen. Pantone und Cloud Dancer sind Marken der Pantone LLC. Für Inhalte externer Seiten sind deren Betreiber verantwortlich.

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